Möchten Sie mehr über Rhône-Weine erfahren?
Steigen Sie jetzt in das Weinseminar Wissensdurst ein. Erfahren Sie alles über Rhône-Weine. Lernen Sie die typischen Aromen von Rhône-Weinen kennen und genießen Sie köstliche Tropfen dazu.
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Zwischen Vienne und Avignon ist das Anbaugebiet Rhône mit etwa 59.000 Hektar bestockt. Es besteht aus zwei sehr heterogenen Bereichen: In der nördlichen Rhône reifen in kontinentalem Klima auf Granitböden aus der Rebsorte Syrah große Namen wie Hermitage und Côte Rôtie heran. Im Süden ist das Klima deutlich mediterraner, aus den Hauptrebsorten Mouvèdre, Carignan und Syrah werden häufig Cuvées angeboten, die Namen wie Châteauneuf-du-Pape tragen. Vorherrschende Böden sind Kalkstein, Sand und Lehm. Das Gebiet gilt als älteste Weinregion Europas, weil die Griechen die Rebe vor ca. 2400 Jahren von Kleinasien an die Rhône „exportiert“ haben sollen.Hier eine Auswahl unserer besten Weine aus dem Weinanbaugebiet Rhône-:
Die von Lyon im Norden bis nach Avignon im Süden reichende Weinbauregion Rhône ist eines der ältesten Anbaugebiete Frankreichs, denn bereits mehrere Jahrhunderte vor Christus legten griechische Siedler hier die ersten Rebflächen an. Auch die Römer machten sich in der folgenden Zeit um die Weinkultur an der Rhône verdient. Einen weiteren Aufschwung nahm die Gegend, als im 14.Jahrhundert die Residenz der Päpste für knapp 70 Jahre von Rom nach Avignon verlegt wurde. Die Kirchenoberhäupter förderten nicht nur Kunst und Wissenschaft, sondern auch den Weinbau auf beiden Seiten des Flusses Rhône. Eine wichtige Besonderheit des Rhône-Gebiets ist seine Teilung in einen nördlichen und einen südlichen Abschnitt. An der nördlichen Rhône entstehen auf einer relativ kleinen Anbaufläche sehr hochwertige und elegante Rotweine, die meist reinsortig aus der noblen Rebsorte Syrah gewonnen werden. Die aromatischen Weißweine von hier werden häufig ebenfalls sortenrein ausgebaut und basieren auf den Traubensorten Viognier, Marsanne und Roussanne. Von der südlichen Rhône kommen vor allem fruchtig-weiche Rotwein-Cuvées, die aus einer Vielzahl mediterraner Rebsorten hergestellt werden. Körperreiche Rosés und Weißweine sowie einige hochwertige Süßweine runden die interessante Weinwelt des südlichen Rhônetals ab.
Die Zweiteilung der Weinbauregion Rhône spiegelt sich auch in den klimatischen Bedingungen wider: Während im Norden gemäßigt kontinentales Klima herrscht, ist der Süden eindeutig mediterran geprägt. Diese verschiedenartigen klimatischen Bedingungen führen zu ganz unterschiedlichen Herangehensweisen an den Weinbau: Während die Winzer der nördlichen Rhône danach streben, die Sonneneinstrahlung und Wärme durch eine Terrassierung der Weinberge optimal zu nutzen, sind an der südlichen Rhône Sonne und sommerliche Hitze im Überfluss vorhanden, und die Trauben können auch in der Ebene problemlos ausreifen. Die klimatischen Unterschiede wirken sich natürlich auch auf die Stilrichtungen der jeweiligen Weine aus: Im Norden führen die etwas niedrigeren Temperaturen und der größere Kontrast zwischen Wärme und Kälte zu vielschichtigen Rotweinen mit eleganten Tanninen und langer Lagerfähigkeit. Das mediterrane Klima des Südens bringt hingegen zugänglichere, weichere Weine mit höherem Alkoholgehalt und weniger Säure hervor.
Der Weinbau im Rhônetal wird stark von roten Rebsorten dominiert; ihr Anteil an der Gesamtrebfläche ist wesentlich höher als derjenige der weißen Varietäten. Dennoch haben sich auch einige der hiesigen Weißweine einen sehr guten Ruf erworben.
Das französische Herkunfts- und Qualitätssystem teilt die Weine in vier Kategorien ein. Mit jeder dieser Kategorien sind bestimmte Produkt- und Produktionsvorschriften verbunden, die sich auf die zulässigen Rebsorten, die Hektarhöchsterträge, die Weinbereitung, den Alkoholgehalt und vieles mehr beziehen können. Je höher die Qualitätsstufe, desto detaillierter und anspruchsvoller sind diese Vorgaben und Anforderungen. Die einfachste Kategorie stellt der „Vin de Table“ – der Tafelwein – dar, bei dem als Herkunftsbereich lediglich Frankreich genannt wird. Die nächsthöhere Stufe wird vom „Vin de Pays“ – dem Landwein – gebildet, auf dessen Etikett eine größere Region als Herkunftsgebiet angegeben ist. Nach der dritten Qualitätsstufe – der des „Vin Délimité de Qualité Supérieure (VDQS) –, die in der Praxis allerdings keine große Rolle spielt, kommt die höchste Kategorie des französischen Qualitätssystems: die des Weins mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung – des „Vin d’Appellation D’Origine Contrôlée“ (AOC oder AC). Diese Kategorie gliedert sich an der Rhône wiederum in vier unterschiedliche Güteklassen. Die Basis der entsprechenden Qualitätspyramide bilden die Weine mit der einfachen Bezeichnung „Côtes du Rhône“, die etwa 70 Prozent der gesamten Produktion der Anbauregion Rhône ausmachen. Der überwiegende Teil dieser Regionalweine stammt von den großen Rebflächen im Süden des Flusstals. Die Weine der nächsthöheren Stufe tragen die Bezeichnung „Côtes du Rhône Villages“ Bei den „Villages“ („Dörfern“) handelt es sich um etwa 90 Gemeinden, die ausschließlich im Bereich der südlichen Rhône liegen. Einer noch höheren Rangstufe gehören diejenigen Produkte an, auf deren Etikett neben der Bezeichnung „Côtes du Rhône Villages“ auch noch der Name der Gemeinde vermerkt ist, aus deren Gemarkung der Wein stammt. Das Recht zu dieser Benennung haben sich bis jetzt 18 Kommunen erworben, die ebenfalls in der Umgebung des südlichen Rhônetals liegen. Die höchste Qualitätsstufe schließlich bilden die Weine mit der Bezeichnung „Cru“, deren 15 Appellationen sich über das gesamte Weinbaugebiet Rhône verteilen. Diese Tropfen sind zwar zum Teil weltberühmt, ihr quantitativer Anteil an der Gesamtproduktion der Region ist aber nur recht gering.
Im Norden wird nur ein sehr kleiner Teil der Gesamtproduktion der Weinbauregion Rhône erzeugt, während der Löwenanteil der Weine auf den weitläufigen Anbauflächen des südlichen Rhônetals entsteht.