Möchten Sie mehr über pfälzische Weine erfahren?
Steigen Sie jetzt in das Weinseminar Wissensdurst ein. Erfahren Sie alles über pfälzische Weine. Lernen Sie die typischen Aromen von pfälzischen Weinen kennen und genießen Sie köstliche Tropfen dazu.
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Am Rande des Haardtgebirges schlängelt sich von Bockenheim nach Schweigen die Deutsche Weinstraße über 85 Kilometer durch die Pfalz. Rechts und links von ihr stehen auf 23.000 Hektar etwa 100 Millionen Rebstöcke im zweitgrößten Anbaugebiet. Malerische Winzerdörfer und aufgeschlossene Menschen sind die Markenzeichen der Pfalz und man sollte keinesfalls verpassen, eines der zahlreichen Weinfeste zu besuchen oder die Pfälzer Gastlichkeit aus dem Schoppenglas (ein halber Liter!) zu genießen. Neben Riesling liegt die Stärke der Pfälzer im Rotwein, z.B. Dornfelder oder Spätburgunder, die jährlich beim „Pfälzer Barrique-Forum“ unter Beweis gestellt wird.
Hier eine Auswahl unserer besten Weine aus der Pfalz:
Die linksrheinische Weinbauregion Pfalz grenzt im Norden an Rheinhessen und im Süden an das Elsass. Die Gegend wird durch den mächtigen Gebirgszug des Pfälzer Waldes vor vielen Witterungsunbilden geschützt und erfreut sich eines warmen, trockenen, fast schon mediterran anmutenden Klimas. Während die nördliche Pfalz um die Weinorte Wachenheim, Forst und Deidesheim bereits im 19. Jahrhundert ganz hervorragende Riesling-Weine hervorbrachte, haftete der Südpfalz bis in die frühen 1990er-Jahre das Image eines Massenweinbaugebietes an. Dies hat sich inzwischen gründlich geändert: Eine dynamische junge Winzergeneration hat hier viel in Neuerungen investiert und ist mit ihren Produkten bis an die Spitze der deutschen Qualitätsweine vorgerückt. Heute werden im warmen Süden der Pfalz vor allem Spät-, Grau- und Weißburgunder sowie einige andere französische Rebsorten kultiviert, die hier auch sehr gut gedeihen und mit zunehmendem Alter der Rebstöcke immer bessere Ergebnisse hervorbringen. Insbesondere die roten Varietäten sind stark im Kommen, so dass die Pfalz mittlerweile den Rang des größten deutschen Rotweingebietes innehat. Die Region ist überdies eine echte Genießerlandschaft mit vielen guten Restaurants und ausgelassenen Weinfesten, die hier fast das ganze Jahr über gefeiert werden.
Wer die Pfalz zum ersten Mal bereist, staunt meist nicht schlecht: Auf den Straßen und Plätzen der kleinen Städte wachsen Palmen und üppig blühende Oleanderbüsche, und in den Gärten und Höfen der Winzerhäuser sieht man Mandel-, Feigen- und Orangenbäume. Möglich ist diese südländische Vegetation, weil das in Deutschland herrschende atlantisch-kontinentale Mischklima hier besonders mild und freundlich ausfällt und vor allem in der südlichen Pfalz schon fast mediterrane Züge annimmt. Die Ursache für diese begünstigte klimatische Situation ist in der besonderen geographischen Lage der Region zu suchen: Unmittelbar westlich von ihr erhebt sich der mächtige Pfälzer Wald – ein bis zu 670 Meter hohes Mittelgebirge, das die Weinbauregion sehr weitgehend gegen kühle Westwinde und atlantische Tiefdruckgebiete abschirmt. Die Pfalz ist dadurch eine sehr niederschlagsarme Gegend, die außerdem noch von den warmen Luftmassen profitiert, die von Süden her durch den Oberrheingraben vordringen. Die Zahl der jährlichen Sonnenscheinstunden liegt in der Pfalz daher weit über dem Durchschnitt, und auch die Temperaturen sind hier um einiges höher als in den meisten anderen deutschen Weinbaugebieten. All dies ermöglicht den Anbau einer großen Vielzahl von Rebsorten, denn das milde Klima lässt hier auch solche Varietäten zur vollen Reife gelangen, die besonders viel Wärme und eine lange Vegetationsperiode benötigen.
In der Pfalz wird eine große Zahl von Rebsorten angebaut – über 60 Varietäten sind hier offiziell zugelassen. Darunter sind deutsche Klassiker wie Riesling und Spätburgunder, Neuzüchtungen wie Kerner und Regent, internationale Edelreben wie Chardonnay und Cabernet Sauvignon sowie hochwertige Spezialitäten wie Muskateller und Gewürztraminer.
Weine aus Deutschland werden in vier Kategorien eingeteilt. Auf der untersten Stufe steht der Wein ohne genauere Herkunftsbezeichnung – traditionell auch Tafelwein genannt. Die nächsthöhere Qualitätsstufe wird vom Landwein gebildet, wobei die entsprechenden Produkte aus der Pfalz die Bezeichnung „Pfälzer Landwein“ tragen. Die dritte Gütekategorie ist der „Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete“ – abgekürzt QbA. Die so klassifizierten Tropfen müssen einen sorten- und gebietstypischen Charakter aufweisen und werden einer amtlichen Qualitätsprüfung unterzogen. Die höchste Stufe schließlich bildet der „Prädikatswein“. An diese Weine werden sehr hohe geschmackliche Anforderungen gestellt, und auch für die Weinbereitung gelten um einiges strenge Vorschriften als für die einfachen QbA-Weine. Die Gruppe der Prädikatsweine ist ihrerseits in sechs Unterkategorien aufgeteilt, in welche die Weine je nach Lesezeitpunkt und geschmacklichem Grundcharakter eingeordnet werden. Diese Kategorien heißen Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein. Seit dem Jahr 2000 gibt es in Deutschland unabhängig von dieser vierstufigen Pyramide noch zwei weitere Qualitätsbezeichnungen: „Classic“ und „Selection“. Der Begriff Classic ist für besonders klassische regionaltypische Weine bestimmt, die nach speziellen Richtlinien vinifiziert wurden. Die Stufe Selection ist noch hochwertigeren Tropfen vorbehalten, deren Produzenten besonders strikte Anforderungen erfüllen müssen. In der Pfalz gibt es darüber hinaus noch das Gütezeichen „DC Pfalz“. Die Abkürzung DC steht für „Districtus Controllatus“, was soviel heißt wie „Kontrollierter Bezirk“. Unter diesem Siegel dürfen nur hochwertige trockene Weine aus gebietstypischen Rebsorten wie Riesling oder Spätburgunder verkauft werden. Im Weinregal erkennt man die entsprechenden Produkte an ihrer markanten silberfarbenen Kapsel, auf die der Schriftzug „DC Pfalz“ gedruckt ist.
Die Weinbauregion Pfalz wird offiziell in zwei Bereiche unterteilt: den Norden, der nach dem angrenzenden Haardtgebirge „Mittelhaardt“ oder „Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße“ genannt wird, und den Süden, der den Namen „Südliche Weinstraße“ trägt. Die Grenze zwischen diesen beiden Bereichen verläuft südlich von Neustadt an der Weinstraße.