Minervois

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Wein aus Minervois

Das Minervois gehört zur südfranzösischen Weinbauregion Languedoc und gilt als eine der besten und vielversprechendsten Appellationen innerhalb dieses Anbaugebietes. Es werden hier vor allem würzig-konzentrierte Rotweine erzeugt, die auf regionaltypischen Rebsorten wie Syrah, Grenache und Mourvèdre basieren.

Geschichte über Minervois

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Der Weinbau im Languedoc hat eine lange Tradition – bereits im 5. Jahrhundert vor Christus sollen griechische Kaufleute die ersten Rebstöcke nach Südfrankreich gebracht haben. In römischer Zeit nahm die hiesige Weinkultur dann einen steilen Aufschwung, und die Tropfen aus der Provinz Gallia Narbonensis – wie die Gegend damals hieß – fanden in vielen Teilen des Reiches großen Anklang. In den folgenden Jahrhunderten kam die Weinkultur des Languedoc durch die Wirren der Völkerwanderung und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Niedergang allerdings fast ganz zum Erliegen. Dies änderte sich erst ab dem 9. Jahrhundert, als die Orden der Benediktiner und Zisterzienser, die sich damals in vielen Teilen Europas stark im Weinbau engagierten, auch im Languedoc tätig wurden. Die Mönche ließen neue Weinberge anlegen und verbesserten die Methoden der Weinbereitung. Bis zum 13. Jahrhundert waren bereits wieder Tausende von Hektar mit Rebstöcken bepflanzt, doch dann wurde die Region Schauplatz schwerer militärischer Kämpfe zwischen der französischen Krone und den so genannten Katharern – einer religiösen Gruppierung, die damals von der katholischen Kirche streng verfolgt wurde. Nach den Kreuzzügen gegen die Katharer waren viele Rebflächen im Languedoc verwüstet, weshalb der Weinanbau hier lange Zeit nur noch auf niedrigem Niveau fortgeführt wurde. Erst im 17. und 18. Jahrhundert kam es – auch aufgrund von Infrastruktur-Verbesserungen – zu einem neuen Aufschwung. Die im Languedoc erzeugten Weine konnten nun mittels moderner Straßen, Kanäle und Hafenanlagen verstärkt exportiert werden, was zu einer Ausweitung des hiesigen Rebanbaus führte. Im 19. Jahrhundert wurden die Anbauflächen noch weiter ausgedehnt, denn die neu eingerichteten Eisenbahnlinien erleichterten den Weintransport ins In- und Ausland. Das Languedoc entwickelte sich jetzt zu einer der größten Anbauregionen Frankreichs, wurde zugleich aber auch immer mehr zu einem Massenweinbaugebiet. Erst ab den 1970er-Jahren setzten ernsthafte Qualitätsbemühungen ein, die bald darauf auch schon belohnt wurden. So erhielt die Anbauregion Minervois bereits im Jahre 1985 den Status einer AOC zuerkannt, und ab den 1990er-Jahren wurden hier weitere Qualitätsinitiativen gestartet.

Klima in Minervois

Das zwischen der Montagne Noire und dem Fluss Aude gelegene Minervois ist fast überall von mediterranem Klima geprägt; nur im äußersten Westen sind auch atlantische Witterungseinflüsse spürbar. In den Höhenlagen des Gebirges, wo es nachts mitunter recht kalt wird, zeigen sich überdies einige Merkmale kontinentalen Klimas. Besonders in größeren Höhen und auf kargen Böden können unter diesen Bedingungen sehr ausdrucksstarke und gehaltvolle Weine entstehen.

Rebsorten

Im Minervois werden vorwiegend rote Varietäten kultiviert. Bei den meisten der daraus erzeugten Weine handelt es sich um hochwertige Cuvées, deren Hauptrebsorten Syrah, Grenache und Mourvèdre sind.

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Die wichtigsten Traubensorten

Rote Rebsorten

  • Syrah
  • Mourvèdre
  • Grenache Noir
  • Carignan
  • Cinsault
  • Piquepoul Noir

Weiße Rebsorten

  • Marsanne
  • Roussanne
  • Maccabeu
  • Bourboulenc (Malvoisie)
  • Clairette
  • Grenache Blanc
  • Rolle (Vermentino)
  • Muscat Blanc à petits grains

Qualitätsstufen

Das französische Herkunfts- und Qualitätssystem teilt die Weine in vier Kategorien ein. Mit jeder dieser Kategorien sind bestimmte Produkt- und Produktionsvorschriften verbunden, die sich auf die zulässigen Rebsorten, die Hektarhöchsterträge, die Weinbereitung, den Alkoholgehalt und vieles mehr beziehen können. Je höher die Qualitätsstufe, desto detaillierter und anspruchsvoller sind diese Vorgaben und Anforderungen. Die einfachste Kategorie stellt der „Vin de Table“ – der Tafelwein – dar, bei dem als Herkunftsbereich lediglich Frankreich angegeben wird. Die nächsthöhere Stufe wird vom „Vin de Pays“ – dem Landwein – gebildet, auf dessen Etikett eine größere Region als Herkunftsgebiet genannt ist. Nach der dritten Qualitätsstufe – der des „Vin Délimité de Qualité Supérieure (VDQS) –, die in der Praxis allerdings keine große Rolle spielt, kommt die höchste Kategorie des französischen Qualitätssystems: die des Weins mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung – des „Vin d’Appellation D’Origine Contrôlée“ (AOC oder AC). Die Größe der Appellationen kann sehr unterschiedlich sein, und sie können einander auch überschneiden oder untereinander eine Art Hierarchie bilden. Dabei gilt: Je kleiner das AOC-Gebiet, desto höher sind die Anforderungen, die an die hier erzeugten Weine gestellt werden. Im Minervois wird ein Großteil der Erzeugnisse in der obersten Qualitätskategorie der AOC-Weine vermarktet, aber auch die Landweine sind hier von einiger Bedeutung. Sie tragen entweder die übergeordnete Bezeichnung „Vin de Pays d’Oc“ oder werden nach dem jeweiligen politischen Verwaltungsbezirk benannt – zum Beispiel „Vin de Pays de l’Aude“.

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Anbaugebiete

Innerhalb der Weinbauregion Minervois gibt es zwei Unterzonen, die einen besonders herausgehobenen Status genießen: die AOCs Minervois La Livinière und Saint-Jean de Minervois. Die Anbauflächen der Appellation Minervois La Livinière liegen relativ hoch und sind daher besonders großen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Diese sorgen in Kombination mit extrem kargen und trockenen Böden für die Entstehung hochkonzentrierter und sehr vielschichtiger Weine. Auch die AOC Saint-Jean de Minervois befindet sich auf einer Hochebene mit nährstoffarmen Böden. Hier wird aus Muskateller-Trauben ein feiner Süßwein hergestellt, der durch seine Aromenfülle und eine perfekte Süße-Säure-Balance überzeugt.

Obere Loire:

  • Minervois
  • Minervois La Livinière
  • Saint-Jean de Minervois