Tempranillo
„Kleine Frühe“ heißt übersetzt das Wort Tempranillo, die heute die wichtigste Rebsorte Spaniens ist. Typischerweise bestehen Riojas aus mindestens 60% Tempranillo, aber auch in den meisten anderen spanischen Anbaugebieten ist sie sehr verbreitet. Die Rebsorte hat viele Synonyme, die wichtigsten sind Cencibel (La Mancha), Tinta Roriz (Portugal) und Tempranilla (Argentinien). Außerhalb Spaniens findet man die Traube noch in Portugal und Argentinien, wo sie einst die Hauptrebsorte war. Typische Aromen des Tempranillos sind Kirschen, Dörrobst und Tabak, die meisten Weine sind im Barrique ausgebaut. Hier eine Auswahl unserer besten Tempranillo-Weine :
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2008
Vinedos y Bodegas Munoz, Spanien
pro Paket
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2004
Bodegas Julian Chivite, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 46,00 €
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2008
Australian Domaine Wines, Australien
pro Flasche 750ml
pro Liter 19,87 €
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1999
CVNE, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 47,87 €
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2008
Vinedos y Bodegas Munoz, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 15,53 €
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2008
Bodegas Gil Luna, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 18,00 €
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2008
Bodegas Patrocinio, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 16,67 €
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2006
Bodegas Francois Lurton, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 18,60 €
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2010
Cepas y Bodegas, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 15,87 €
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2008
Cepas y Bodegas, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 22,53 €
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2006
Castillo Perelada, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 18,53 €
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2008
Compania Vinicola del Norte de España, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 14,00 €
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2008
CVNE, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 13,20 €
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2007
CVNE, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 20,80 €
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2005
Bodegas Kefren, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 20,00 €
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2010
Bodegas Sendero Royal, Spanien
pro Flasche 750ml
pro Liter 11,80 €
Wissenswerte Informationen
Als Hauptrebsorte der berühmten roten Rioja-Weine genießt die Tempranillo-Traube zwar schon seit vielen Jahrzehnten hohes Ansehen, aber erst während der großen Qualitätsrevolution, welche die spanische Weinwirtschaft in den 1980er- und 1990er-Jahren durchlief, wurde das Potenzial der edlen Sorte zur Gänze erkannt und ihre Anbaufläche daraufhin erheblich ausgeweitet. Tempranillo ist heute die bedeutendste rote Rebsorte Spaniens und somit ein wichtiges Aushängeschild des hiesigen Weinbaus. In kleinerem Maßstab wird die noble Rebe auch noch in einigen anderen Ländern kultiviert – zum Beispiel in Portugal oder Australien.
Herkunft und Geschichte
Über die genaue Herkunft der Tempranillo-Rebe sind keine Einzelheiten bekannt. Man nimmt heute an, dass sie aus dem Norden Spaniens stammt – dem Raum, in dem sie auch in der Gegenwart am stärksten verbreitet ist. Einige Rebforscher vermuten allerdings, dass die Sorte ursprünglich aus Frankreich kam und im Laufe des Mittelalters von französischen Mönchen auf die Iberische Halbinsel gebracht wurde, doch konnte diese These bislang nicht hinreichend belegt werden. Da Tempranillo in Spanien und Portugal unter einer großen Vielzahl unterschiedlicher Namen bekannt ist, liegt die Annahme nahe, dass die Traube in beiden Ländern bereits seit sehr langer Zeit heimisch ist.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert gelangte Tempranillo zusammen mit anderen europäischen Rebsorten auch in die Neue Welt, aber weder in Amerika noch auf dem australischen Kontinent konnte sie sich in der folgenden Zeit nachhaltig durchsetzen. In Spanien und Portugal wurde Tempranillo nach der Reblauskatastrophe hingegen verstärkt angepflanzt. Als Hauptrebsorte der roten Rioja-Weine, die bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren einen hervorragenden Ruf genossen, wurde Tempranillo nach und nach für viele Weinkenner zu einem Begriff. Doch die wirklich große Zeit der hochwertigen Traubensorte sollte erst in den 1980er- und 1990er-Jahren beginnen. Damals setzte in der spanischen Weinwirtschaft eine einzigartige Qualitätsrevolution ein, in deren Verlauf man nicht nur die technischen Anlagen der Kellereien modernisierte, sondern in vielen Anbaugebieten auch eine Optimierung des Rebsortenspiegels vornahm. Im Zuge dessen wurden in ganz Spanien viele Weinberge neu mit Tempranillo-Reben bepflanzt, so dass die Sorte hier heute die meistangebaute rote Varietät ist.
Auch im benachbarten Portugal gehört die Traube zu den bedeutenderen Rotweinsorten und genießt seit Jahren einen ausgezeichneten Ruf. Sie wird hier Tinta Roriz oder Aragonês genannt und vor allem in den Anbauregionen Douro, Dao und Alentejo kultiviert. Die Portugiesen verwenden Tinta Roriz nicht nur für die Herstellung „normaler“ Tischweine, sondern auch für die Produktion des weltberühmten Portweins.
In den Weinländern der Neuen Welt wird die Tempranillo-Rebe bis heute nur in kleinem Umfang angebaut, allerdings hat der gute Ruf der spanischen und portugiesischen Weine aus dieser Sorte viel dazu beigetragen, dass die entsprechenden Rebflächen in den letzten Jahren langsam, aber stetig vergrößert wurden. Daher gibt es inzwischen auch in Australien, Argentinien und den USA einige Produzenten, die sehr beachtenswerte Tempranillo-Weine erzeugen.
Charakter
Tempranillo ergibt samtige, vollmundige Rotweine mit eleganten Tanninen und reichhaltigen Aromen von Beerenfrüchten, Vanille und anderen Gewürzen.
Die Farbe von Tempranillo-Weinen kann variieren und reicht von funkelndem Rubinrot bis hin zu einem tiefen Dunkelrot. In der Nase und am Gaumen zeigen sie feine Aromen von reifen Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und dunklen Kirschen. Bei älteren und im Barrique ausgebauten Weinen sind neben diesen Fruchtaromen auch Noten von Vanille, Gewürzen, Leder, Tabak oder Lakritz wahrnehmbar. Die Gerbstoffe von Tempranillo-Weinen sind ausgeprägt, wirken aber insgesamt sehr weich und geschmeidig. Dank dieser harmonischen Tanninstruktur sind diese Tropfen auch sehr gut für den Ausbau in Barriquefässern geeignet. Der Säuregehalt der meisten Tempranillos ist eher niedrig, so dass ihre leichte Süße auf angenehme Weise schmeckbar wird. Gute Tempranillo-Weine sind konzentriert und vielschichtig und haben einen mittleren bis schweren Körper. Sie gelten als ideale Speisenbegleiter – vor allem in Form des klassischen Rioja, da dieser aufgrund seiner eher dezenten Aromatik und angenehmen Tanninstruktur hervorragend dafür geeignet ist, die unterschiedlichsten Gerichte zu ergänzen. Aber auch Tempranillos aus anderen Anbaugebieten, die häufig über intensivere Aromen und stärker ausgeprägte Gerbstoffe verfügen, lassen sich sehr gut zum Essen trinken – zum Beispiel zu würzigen Schmor- oder Grillgerichten.
Anbaugebiet
Die Hauptanbaugebiete der Tempranillo-Traube liegen in den von kontinentalem Höhenklima geprägten Regionen Nord- und Zentralspaniens, wobei viele der hochwertigsten Weine aus den Anbaubereichen Rioja und Kastilien-León stammen. Auch in zahlreichen weiteren Gegenden setzen die Winzer in den letzten Jahren verstärkt auf Tempranillo, so dass die Sorte in der Weinwirtschaft der meisten spanischen Anbaugebiete heute eine tragende Rolle spielt.
In Europa ist Tempranillo außerhalb Spaniens nur noch in Portugal von größerer Bedeutung, während ihr Anbau in den übrigen Staaten keine Tradition hat. Auch in den überseeischen Weinländern fristete die Rebsorte lange Zeit das Dasein eines wenig beachteten Mauerblümchens. Das hat sich mittlerweile jedoch geändert, denn in einigen Anbauländern der Neuen Welt zeigen die Produzenten in den letzten Jahren ein verstärktes Interesse an der noblen spanischen Sorte – so zum Beispiel in Australien, Argentinien und den USA.