Spätburgunder

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Weine der Rebsorte Spätburgunder / Pinot Noir

Die rote Rebsorte Pinot Noir gilt als eine der edelsten und feinsten Varietäten der Welt. Die elegante Traube, die in Deutschland meist Spätburgunder genannt wird, hat sich vor allem als Basisrebsorte der berühmten roten Burgunderweine einen erstklassigen Namen gemacht.

Hier eine Auswahl unserer besten Weine der Rebsorte Spätburgunder / Pinot Noir:

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Wissenswerte Informationen

Spätburgunder bzw. Pinot Noir gilt als eine der anspruchsvollsten und am schwierigsten zu kultivierenden Rebsorten überhaupt. Nur unter optimalen Bedingungen erbringt sie Traubengut, das für die Erzeugung hochwertiger Weine wirklich geeignet ist. Die Rebe gedeiht am besten in gemäßigtem bis kühlem Klima. Das bedeutet, dass sie in warmen Weinländern, in denen zum Beispiel ein Klima mediterranen Zuschnitts herrscht, nur bedingt kultiviert werden kann, denn bei zu hohen Temperaturen büßt sie rasch an Säure und damit an Finesse ein. Nur während einer langen, gleichmäßigen Vegetationsperiode kann sie ihr komplexes Aromengefüge vollständig entfalten. Im Keller erweist sich die Pinot-Noir-Traube als ebenso anspruchsvoll wie im Weinberg. Gute Weine aus dieser Rebsorte herzustellen, ist daher eine der größten Herausforderungen, der sich ein Kellermeister überhaupt stellen kann.

Herkunft und Geschichte

Die Pinot-Noir-Rebe ist seit langem in der ostfranzösischen Region Burgund zuhause, und man nimmt an, dass die Sorte hier vor vielen Jahrhunderten auch entstanden ist. In Burgund wurde ihr Anbau im Mittelalter jedenfalls gezielt gefördert – insbesondere durch Herzog Philipp den Kühnen. Auf diese Weise konnte sich Pinot Noir in vielen Gegenden Burgunds schließlich als einzige rote Rebsorte von Bedeutung durchsetzen. Schon früh gelangte die Traube auch in den Bodenseeraum und wird seit Jahrhunderten in Österreich, der Schweiz und Deutschland angebaut. In anderen Gegenden Europas ist sie dagegen noch nicht so lange vertreten, und in Übersee ist überhaupt erst seit den 1980er-Jahren so etwas wie ein Pinot-Noir-Boom feststellbar, der allerdings längst nicht so spektakuläre Ausmaße angenommen hat, wie man dies bei Chardonnay, Merlot oder auch Cabernet Sauvignon beobachten konnte.

Spätburgunder unten

Spätburgunder-Weine

Die Pinot-Noir- bzw. Spätburgunder-Traube erbringt feine, elegante Tropfen mit seidiger Konsistenz, die – wenn sie ein hohes Qualitätsniveau erreichen – zu den begehrtesten Rotweinen der Welt gehören. Die meisten Pinot-Noir-Weine sind leicht transparent und schimmern in einem sanften Kirschrot; einige Qualitäten erreichen aber auch einen etwas dunkleren Farbton. Das Bouquet ist deutlich, aber zart-duftig und keinesfalls aufdringlich. Die Aromen, die man beim Schnuppern und Schmecken wahrnimmt, erinnern an süße Beerenfrüchte und rotes Steinobst. Dabei sind Himbeer- und Erdbeeraromen vor allem für junge Pinot Noirs typisch, während Kirsche und Pflaume eher bei etwas älteren Vertretern der Sorte anzutreffen sind. Mit weiter zunehmender Reife werden dann häufig auch würzige Noten wahrnehmbar, die an Trüffeln, Wild, Leder und Kräuter erinnern. Manche Pinot Noirs bzw. Spätburgunder zeigen auch florale Töne, die insbesondere an Veilchen denken lassen. Die meisten Pinot-Noir-Weine verfügen über ein ausgewogenes Verhältnis von dezenter Süße und milder Säure; sie streicheln den Gaumen, ohne sich dabei „anzubiedern“. Die besten Exemplare haben eine einmalig zarte, seidige Konsistenz und wirken im Mund auch wegen ihrer nur gering ausgeprägten Tannine äußerst angenehm.

Spätburgunder unten

Anbaugebiete

Die Pinot-Noir-Traube ist die wichtigste rote Rebsorte Ostfrankreichs. Sie wird hier nicht nur in ihrer Heimat Burgund, sondern auch in der Champagne und im Elsass kultiviert. Die berühmtesten französischen Pinot Noirs aber kommen aus Burgund und hier insbesondere von der Côte d’Or, einer etwa 50 Kilometer langen Anbauzone zwischen den Städten Dijon und Chagny. Hier liefert die Pinot-Noir-Rebe einige der renommiertesten und kostbarsten Rotweine der Welt. Vor allem die Tropfen aus dem nördlichen Teil der Côte d’Or, der Côte de Nuits, genießen bei Liebhabern geradezu Kultstatus. In Deutschland ist die Pinot-Noir-Rebe bereits seit mehreren Jahrhunderten zuhause. Nachdem die Sorte hier anfangs unter zahlreichen verschiedenen Namen bekannt war, setzte sich im Laufe der Zeit die Bezeichnung Spätburgunder durch. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden aus der Traube zunächst recht leichte, liebliche Tropfen hergestellt, doch inzwischen erzeugen die deutschen Winzer fast überall sehr ausdrucksvolle Spätburgunder-Weine, die es auf dem internationalen Markt zu hohem Ansehen gebracht haben. Auch in Österreich, Südtirol und der Schweiz wird die Pinot-Noir-Rebe erfolgreich angebaut – und zwar meist unter dem Namen Blauburgunder. Die USA sind nach Frankreich das zweitgrößte Pinot-Noir-Erzeugerland der Welt. Die meisten der entsprechenden Rebflächen befinden sich in Kalifornien – der größten und bedeutendsten Weinbauregion der USA – sowie in Oregon – dem unmittelbar nördlich von Kalifornien gelegenen Bundesstaat. Insbesondere in Oregon haben sich viele Winzer schon früh auf Pinot Noir spezialisiert und sich mit erstklassigen Erzeugnissen aus dieser Traube weltweit einen guten Namen gemacht. In Chile, Argentinien und Südafrika gehört Pinot Noir zu den weniger bedeutenden Rebsorten, während sie sich in Australien in den so genannten „Cool-Climate-Zonen“ durchaus erfolgreich etabliert hat. Die entsprechenden Anbaugebiete befinden sich vor allem an der Südostspitze des Landes sowie auf der gegenüberliegenden Insel Tasmanien. Im kühl-maritimen Klima Neuseelands gedeiht die Pinot-Noir-Rebe ebenfalls ganz ausgezeichnet und ist hier mittlerweile zur meistangebauten Rotweinsorte aufgestiegen.

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