Merlot

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Merlot

Die Merlot-Traube stammt aus dem Bordeaux-Gebiet. Dort ist sie heute eine der drei Haupt-Rebsorten für die Rotweinproduktion. Als eine der beliebtesten Qualitäts-Rebsorten der Welt trat sie von dort aus ihren Siegeszug in die ganze Welt an und wird heute in so gut wie jedem Weinbauland angebaut. Der Charakter des Merlots ist weich mit samtigen Tanninen und komplexen Aromen von fruchtigen und kräutrigen Aromen. Insgesamt wird die bestockte Fläche auf ca. 200.000 Hektar geschätzt, Hauptanbauländer sind neben Frankreich Italien, Bulgarien und Kalifornien.

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Wissenswerte Informationen

Die Merlot-Traube ist eine der erfolgreichsten roten Qualitätsrebsorten der Welt. In ihrer Heimat, der französischen Anbauregion Bordeaux, erbringt sie in Cuvées mit Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc bereits seit langem sehr hochwertige Rotweine. Die große Bedeutung dieser Weine hat dazu geführt, dass die Merlot-Rebe in den letzten Jahrzehnten weltweit verstärkt angebaut wird – vor allem in den Weinländern der Neuen Welt, aber auch in einigen europäischen Staaten.

Merlot

Herkunft und Geschichte

Die Merlot-Traube ist bereits seit dem 14. Jahrhundert im Bordeaux-Gebiet zuhause; ob diese Gegend allerdings auch ihre ursprüngliche Heimat ist, konnte bis jetzt noch nicht eindeutig geklärt werden. Als gesichert gilt jedoch, dass die Varietät – ebenso wie Cabernet Sauvignon – von der Cabernet-Franc-Rebe abstammt. Merlot ist eine relativ robuste Rebsorte, die auch mit solchen klimatischen Bedingungen gut zurechtkommt, die für Cabernet Sauvignon bereits zu feucht und zu kühl sind. Auch reifen ihre Trauben relativ früh und können daher meist schon ein bis zwei Wochen vor denen der berühmten Partnersorte gelesen werden. Insgesamt war die Merlot-Rebe im Bordelais in den vergangenen Jahrzehnten sehr erfolgreich: Ihr Anteil an der Gesamtrebfläche wurde auf über 50 Prozent ausgedehnt, so dass die Sorte hier mittlerweile den Platz der meistangebauten roten Traube einnimmt. Auch in anderen französischen Weinbaugebieten ist Merlot eine beliebte Rebsorte. Vor allem in den Anbauregionen des Südwestens und im Languedoc spielt sie eine wichtige Rolle. Der große Erfolg der roten Bordeaux-Weine führte bereits im 19. Jahrhundert dazu, dass die Merlot-Rebe auch in andere Länder exportiert wurde. So gelangte sie damals zum Beispiel nach Norditalien und etwas später auch in den schweizerischen Kanton Tessin, wo sie bis heute gerne angebaut wird. In der Neuen Welt gehörte Merlot anfangs noch nicht zu den populärsten Varietäten; dies änderte sich erst ab den 1980er-Jahren, als leicht zugängliche und dennoch hochwertige Rotweine immer beliebter wurden. Die Merlot-Rebe erlebte daraufhin in vielen Ländern einen wahren Anbauboom – so zum Beispiel in Südafrika und den USA. Heute steht sie in den Rebsortenspiegeln vieler Staaten ganz weit vorn und ist eine der meistangebauten Rotweinsorten der Welt.

Merlot-Weine

Merlot-Weine sind von tiefroter Farbe und haben meist einen mittelschweren Körper. Nicht umsonst sind sie vor allem bei Neulingen in Sachen Wein sehr beliebt. Denn mit ihren weichen, runden Tanninen und ihren wunderbaren Fruchtaromen sind diese Tropfen wahre Gaumenschmeichler. Herrlich duftend nach Johannisbeeren, Kirschen, Pflaumen und süßen Gewürzen wie Nelke und Zimt sowie manchmal auch nach Bitterschokolade haben sie eine große Fangemeinde. Bereits nach zwei bis drei Jahren ist ein Merlot trinkreif, wobei er schon in seiner Jugend geschmeidig und mit einem seidigen Mundgefühl auftritt. Viele dieser Weine werden im großen Holzfass oder Barrique ausgebaut, da die feinen Holznoten und die fruchtigen Aromen der Merlot-Traube einander perfekt ergänzen. Aber natürlich schmeckt nicht jeder Merlot-Wein wie der andere. Je nach den klimatischen Verhältnissen, in denen er gedeiht, variiert auch der Geschmack. Aus kühlerem Klima stammend wirkt der Wein leichter, fruchtiger und enthält auch etwas mehr Säure, während man die Weine aus wärmeren Klimazonen an der dunkleren Farbe und den Aromen von schwarzen Beeren sowie leicht „marmeladigen“ Noten erkennt.

Merlot

Anbaugebiete

Merlot spielt in fast allen Weinbauländern eine mehr oder weniger große Rolle und ist somit ein echter „Global Player“. Insgesamt wird die Anbaufläche der beliebten Traube weltweit auf etwa 250.000 Hektar geschätzt. In Europa ist die Merlot-Rebe heute in zahlreichen Ländern zu finden, so zum Beispiel in Spanien, Deutschland, Österreich und der Schweiz – wobei ihre Rebflächen in diesen Ländern bislang allerdings noch recht klein sind. Im Norden Italiens ist die Sorte dagegen schon länger heimisch, und inzwischen widmet man sich ihr auch in der Toskana und im Süden des Landes, wo sie meist Eingang in hochwertige Cuvées findet, aber auch reinsortig ausgebaut wird. In Ost- und Südosteuropa ist Merlot ebenfalls eine sehr geschätzte Rebsorte; insbesondere in Bulgarien, wo sie zu den wichtigsten roten Sorten zählt. Ihre größten Erfolge feiert die Traube allerdings in den überseeischen Weinländern: In Kalifornien und anderen Regionen der USA entwickelte sie sich in den 1990er-Jahren zu einer äußerst populären Modesorte und ist dort auch heute noch sehr gefragt. In Südamerika ist Merlot ebenfalls von einiger Bedeutung – vor allem in Chile, wo sie den Rang der dritthäufigsten Sorte einnimmt. Auf der anderen Seite des Atlantiks – in Südafrika – hat man mittlerweile ebenfalls viel Gefallen an der unkomplizierten Sorte gefunden; ihr Anteil an der Gesamtrebfläche liegt hier bei über sechs Prozent. Einen ähnlichen Stellenwert hat Merlot auch in Australien. In Neuseeland schließlich hat die Merlot-Traube einen besonders rasanten Aufstieg hinter sich: Obwohl sie hier überhaupt erst seit den 1980er-Jahren kultiviert wird, ist sie inzwischen zur zweitwichtigsten roten Rebsorte aufgestiegen.