Wein der Rebsorte Grauburgunder / Pinot Grigio / Pinot Gris
Je nach Anbaugebiet und Weintyp wird die Rebsorte Pinot Gris, Pinot Grigio, Grauburgunder oder Ruländer genannt. Sie stammt aus dem französischen Burgund und ist ein Abkömmling der roten Pinot-Noir-Traube.
Hier eine Auswahl unserer besten Weine aus den Rebsorten Grauburgunder / Pinot Gris / Pinot Grigio:
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2004
Domaines Schlumberger, Frankreich
pro Flasche 750ml
pro Liter 35,80 €
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Weingut Landmann, Deutschland
pro Flasche 4500ml
pro Liter 14,13 €
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Weingut Landmann, Deutschland
pro Flasche 4500ml
pro Liter 14,18 €
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Bioland-Weingut Gerhard Schwarztrauber, Deutschland
pro Flasche 4500ml
pro Liter 9,53 €
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2010
Lake Chalice, Neuseeland
pro Flasche 750ml
pro Liter 15,87 €
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2011
Vini Caldora, Italien
pro Flasche 750ml
pro Liter 7,93 €
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2011
Castello della Rosa, Italien
pro Flasche 750ml
pro Liter 9,27 €
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2010
Il Cigno, Italien
pro Flasche 750ml
pro Liter 7,87 €
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2010
Marchesi de Frescobaldi-Robert Mondavi, Italien
pro Flasche 750ml
pro Liter 14,53 €
Allgemeines über den Wein der Rebsorte Grauburgunder
Die Grauburgunder-Rebe ist eine ausgesprochen interessante Varietät. Obwohl ihre Trauben einen relativ dunklen Farbton haben, gilt sie fast überall als Weißweinsorte. Da sie eine große Bandbreite ganz unterschiedlicher Weintypen hervorbringt, die auch qualitativ recht weit auseinander liegen können, sorgt sie unter Fachleuten und Konsumenten immer wieder für Diskussionsstoff. Zugleich hat sich Grauburgunder / Pinot Gris / Pinot Grigio in den letzten Jahrzehnten weltweit zu einer regelrechten Moderebsorte entwickelt und ist daher auch vielen Menschen ein Begriff, die sich sonst kaum für Wein interessieren.
Geschichte über den Wein der Rebsorte Grauburgunder
Die Rebsorte Grauburgunder / Pinot Gris / Pinot Grigio ist bereits vor mehreren Jahrhunderten durch eine Mutation der Spätburgunder- bzw. Pinot-Noir-Rebe entstanden. Die Herkunft der Spätburgunder-Traube selbst wiederum ist nicht ganz klar. Man vermutet, dass sie von einer burgundischen Wildrebe abstammt.
Es ist davon auszugehen, dass die Pinot-Gris-Rebe zunächst nur in ihrer französischen Heimat Burgund kultiviert wurde. Die im Weinbau sehr engagierten Zisterziensermönche sollen die Traube dann im 14. Jahrhundert von hier nach Österreich und Ungarn gebracht haben, wo sie damals zahlreiche neue Klöster gründeten. Im 16. Jahrhundert wurde Ungarn Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen habsburgischen Truppen und der türkischen Armee. Der kaiserliche Feldherr Lazarus von Schwendi, der dort mehrere militärische Operationen leitete, soll die Grauburgunder-Rebe in der Weinbauregion Tokaj kennen und schätzen gelernt haben. Der Legende nach brachte er einige Rebstöcke aus Ungarn mit nach Hause und ließ sie auf seinen Besitzungen im Elsass und im badischen Kaiserstuhl anpflanzen. In Deutschland erhielt der Grauburgunder-Anbau zusätzlichen Auftrieb, als der Kaufmann Johann Seger Ruland Anfang des 18. Jahrhunderts in einem verwilderten Garten in Speyer die Traube gleichsam neu entdeckte, in größerem Stil vermehrte und unter dem Namen „Speirer“ verkaufte. Später setzte sich hier dann die von seinem Nachnamen abgeleitete Bezeichnung „Ruländer“ durch. Erst in jüngerer Zeit wurde dieser Name in Deutschland zunehmend durch den Begriff Grauburgunder ersetzt, ist aber bei etwas süßeren und schwereren Weinen bisweilen auch heute noch zu finden.
Selbst wenn so manches Detail in der Geschichte der Grauburgunder-Rebe nicht ganz gesichert ist – fest steht, dass die Traube in zahlreichen Anbaugebieten West-, Mittel- und Osteuropas bereits seit mehreren Jahrhunderten verbreitet ist und dort sehr gute Weine erbringt. Doch die Erfolgsgeschichte dieser Sorte geht noch weiter, denn wie so viele andere hochwertige Reben hat auch sie inzwischen ihren Weg in die überseeischen Weinländer gefunden und ist daher heute auch in Amerika, Südafrika, Australien und Neuseeland anzutreffen.
Charakter des Weins der Rebsorte Grauburgunder
Typische Grauburgunder-Weine von guter Qualität sind körper- und extraktreich mit einem relativ hohen Alkoholgehalt. Ihre Säure ist nur mäßig ausgeprägt und von eher mildem Charakter. Die Weine weisen aufgrund der dunklen Farbe der Beerenhäute meist einen kräftigen gelben Farbton auf, in dem auch rötliche oder bräunliche Reflexe schimmern können. Das Bouquet von Grauburgunder bzw. Pinot Gris/Grigio ist in der Regel eher zurückhaltend, und auch seine erschmeckbaren Aromen fallen meist angenehm dezent aus. Sie erinnern an frische gelbe Früchte wie Apfel oder Birne sowie zuweilen auch an Zitrusfrüchte. Schwerere Tropfen, wie sie zum Beispiel im Elsass oder in Übersee aus dieser Rebsorte erzeugt werden, können auch Noten von intensiver schmeckenden Früchten wie Pfirsich, Ananas oder Mango aufweisen. Weitere für Grauburgunder typische Aromen sind Nüsse, Mandeln und Gewürze sowie ein leicht rauchiger Ton. Süßere Weintypen zeigen zusätzlich oftmals auch noch feine Honignoten.
Die Bandbreite der Weintypen, die aus der Grauburgunder-Traube erzeugt werden, ist sehr umfangreich. Sie reicht von leichten Konsumweinen über gehaltvolle trockene Erzeugnisse bis hin zu edelsüßen Tropfen und Schaumweinen. International werden sie unter den Bezeichnungen Pinot Gris oder Pinot Grigio angeboten, während sie in Deutschland und Österreich meist Grauburgunder oder Grauer Burgunder heißen. Etwas schwerere und süßere Weintypen aus dieser Rebsorte tragen hier bisweilen auch heute noch den traditionellen Namen Ruländer.
Anbaugebiete
Die Grauburgunder-Rebe ist heute in vielen Weinländern Europas zuhause. Die wichtigsten Anbauregionen erstrecken sich gleichsam in einem großen Bogen von Luxemburg, dem Elsass und der Westschweiz über die deutschen Anbaugebiete, Österreich und Norditalien, dann weiter über die Slowakei, Ungarn und Slowenien bis nach Südosteuropa hinunter. Deutschland und Italien sind von der Menge des erzeugten Weines her die wichtigsten europäischen Anbauländer von Grauburgunder / Pinot Gris / Pinot Grigio, während das Elsass als Heimat der hochwertigsten europäischen Weine aus dieser Rebsorte gilt.
Der allgemeine Rummel um die Grauburgunder-Traube hat die Weinbauländer der Neuen Welt erst relativ spät erreicht – in den meisten dieser Staaten wurde die Sorte bis vor wenigen Jahren nur in geringem Umfang angebaut. Entsprechend groß ist heute hier der Nachholbedarf, was Konsum und Produktion von Pinot-Gris/Grigio-Weinen betrifft. Einzig in Neuseeland und im US-amerikanischen Bundesstaat Oregon blickt man bereits auf eine längere Erfahrung mit der beliebten Weißweinsorte zurück.