Möchten Sie mehr über Chardonnay-Weine erfahren?
Steigen Sie jetzt in das Weinseminar Wissensdurst ein. Erfahren Sie alles über Chardonnay-Weine. Lernen Sie die typischen Aromen von Chardonnay-Weinen kennen und genießen Sie köstliche Tropfen dazu.
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Weltweit sind ca. 140.000 Hektar mit Chardonnay bestockt. Die Rebsorte ist eine der drei Rebsorten für Champagner und ist sortenrein in jedem Chablis ausgebaut. Der Duft erinnert an reife Äpfel mit nussigen Aromen. Auf nahezu jedem Boden kann der Chardonnay frische, fruchtige Weine mit guter Lagerfähigkeit hervorbringen. Er kann durchaus auch von Barrique-Ausbau profitieren. Heimat ist das Burgund, heute wird die Rebsorte aber in fast jedem Weinbauland angebaut. Wichtigstes Synonym ist „Morillon“, wie die Traube in der Südsteiermark genannt wird.
Hier eine Auswahl unserer besten Chardonnay-Weine:
Die Chardonnay-Traube ist die erfolgreichste weiße Qualitätsrebsorte der Welt. In ihrer Heimat, der französischen Anbauregion Burgund, erbringt sie bereits seit langer Zeit sehr hochwertige Weine, die es auch international zu großer Berühmtheit gebracht haben. Das hohe Prestige dieser Tropfen ist der Hauptgrund dafür, dass die Chardonnay-Rebe seit den 1980er-Jahren rund um den Globus verstärkt angebaut wird – insbesondere in den Weinländern der Neuen Welt, aber auch in zahlreichen europäischen Staaten. Dies ist auch deshalb möglich, weil Chardonnay eine äußerst flexible Rebsorte ist, die sich problemlos den unterschiedlichsten Boden- und Klimabedingungen anpasst.
Die Geschichte der Chardonnay-Traube verlief anfangs lange unspektakulär. Sie wurde zunächst fast ausschließlich in der ostfranzösischen Region Burgund kultiviert, bevor sie auch in andere Weinbauregionen Frankreichs gelangte. Bis vor wenigen Jahren rätselten die Fachleute, wo die Sorte wohl eigentlich herstammt – so vermutete man ihren Ursprung zunächst im Orient, erkannte aber auch, dass sie anderen ehemals in Burgund kultivierten Trauben wie Weiß- und Grauburgunder sehr stark ähnelte. Erst Ende der 1990er-Jahre konnte das Rätsel um die Herkunft der Chardonnay-Rebe zumindest teilweise gelüftet werden: Eine gentechnische Untersuchung ergab, dass die Traube auf der einen Seite von der alten Rebsorte Gouais Blanc abstammt, auf der anderen Seite ein Mitglied der weit verzweigten Burgunderfamilie als Elternteil hat.
Die bis heute andauernde Erfolgsgeschichte der Chardonnay-Rebe begann eigentlich erst im 19. Jahrhundert, als sich die Sorte in den Weinbergen Burgunds immer stärker durchsetzte und dort alle anderen Varietäten fast vollständig verdrängte. In der Folgezeit gewannen die auch vorher schon populären weißen Burgunderweine auf Chardonnay-Basis noch einmal deutlich an Reputation und entwickelten sich zu internationalen Topsellern, wobei sie vor allem unter ihren regionalen Herkunftsbezeichnungen wie Meursault oder Montrachet bekannt wurden. Als dann in den 1970er-Jahren die ersten hochwertigen Chardonnay-Weine aus Übersee auf dem Weltmarkt auftauchten, wurde deutlich, dass die Rebsorte auch außerhalb Frankreichs sehr gute Ergebnisse liefern konnte und dass die Qualität der besten überseeischen Chardonnays sogar an das Niveau der berühmten burgundischen Weine aus dieser Rebsorte heranreichte. Daraufhin setzte rund um den Globus ein regelrechter Chardonnay-Boom ein: Fast überall wurde Chardonnay nun gepflanzt, gekauft und getrunken, und die gesamte internationale Weißwein-Welt schien nur noch aus dieser einen Traubensorte zu bestehen. Erst ab den 1990er-Jahren verebbte diese Welle nach und nach – mit der Folge, dass die Zahl der Neuanpflanzungen nun in vielen Gegenden stagnierte oder sogar leicht zurückging. Heute, nachdem sich die Wogen um die Chardonnay-Rebe endgültig geglättet haben, ist die Traube im oberen Bereich der weltweit kultivierten Qualitätsrebsorten fest etabliert und es wird ihr allgemein eine hohe Wertschätzung entgegen gebracht.
Je nach Klima, Boden und Produktionsverfahren können Chardonnay-Weine ganz unterschiedlich ausfallen. Ihre geschmackliche Bandbreite reicht von kargen, trockenen und säurebetonten Tropfen bis hin zu opulenten, körperreichen Weinen mit intensiv exotischer Aromatik. Chardonnays schimmern im Glas meist in einem hellen bis golden wirkenden Gelb; in Barriquefässern ausgebaute Weine können aber auch noch dunklere Farbtöne erreichen. Das Bouquet – also der Duft – eines Chardonnay ist in der Regel nur mäßig ausgeprägt und weniger intensiv als zum Beispiel bei einem Sauvignon Blanc. Im Mund ist die Aromatik dann stärker wahrnehmbar und erweist sich bei den meisten Weinen als sehr fruchtbetont. Dabei kann die Geschmackspalette je nach Klima deutlich variieren: Die Aromen von Chardonnays aus kühleren Regionen erinnern meist an Äpfel, Birnen und Zitrusfrüchte, während Weine aus warmen oder heißen Gebieten stattdessen eher Noten von reifen Pfirsichen, Ananas und anderem exotischen Obst aufweisen. Hochwertige Tropfen können auch Aromen von Mandeln und Nüssen oder aber dezente mineralische Töne zeigen. Die meisten Chardonnays haben einen hohen Alkoholgehalt und wirken im Mund daher sehr voll und körperreich. Ihr Säuregehalt hängt vor allem von den Klimabedingungen, aber auch vom Zeitpunkt der Lese ab: Während Produkte aus kühleren Gegenden wie der Champagne oder dem nördlichen Burgund recht hohe Säurewerte erreichen können, enthalten Weine aus warmen bis heißen Klimazonen häufig nur ausgesprochen wenig Säure.
Die Chardonnay-Traube wird heute fast auf der gesamten Welt kultiviert; es gibt wahrscheinlich kaum ein Weinland, in dem die renommierte und beliebte Rebsorte nicht angebaut wird. In Europa liegt Chardonnay allerdings nur in ihrer Heimat Frankreich im oberen Bereich des Rebsortenspiegels; in den anderen Ländern des Kontinents muss sie dagegen fast immer hinter einheimischen oder anderen internationalen Sorten zurückstehen. Ganz anders sieht es dagegen in den überseeischen Weinländern aus: Hier ist die Chardonnay-Traube meist sogar die wichtigste weiße Varietät. Insbesondere in Kalifornien und Australien nimmt sie einen enorm großen Stellenwert ein.