Cabernet Sauvignon

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Wein der Rebsorte Cabernet Sauvignon

Die Rebsorte wurde aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc gekreuzt, daher leitet sich auch der Name ab. Im Bordeaux beheimatet, trat sie bald ihren Siegeszug in die ganze Welt an und ist heute an siebter Stelle der am meisten angebauten Rebsorten. Meist verbringt der Wein einige Monate oder sogar Jahre im Barrique um die meist kräftigen Tannine etwas abzurunden. Die Weine haben oft ein signifikantes Cassis-Aroma, der von Zedernholz begleitet wird. In kühleren Regionen entwickelt sich oft Aromen von Pfeffer und grünem Paprika.

Hier eine Auswahl unserer besten Weine der Rebsorte Cabernet Sauvignon:

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Wissenswerte Informationen

Die dunkle Cabernet-Sauvignon-Traube gehört zu den wichtigsten Qualitätsrebsorten der Welt. Berühmt wurde sie zunächst vor allem durch die roten Bordeaux-Weine, in die sie zusammen mit der ebenfalls sehr angesehenen Merlot-Traube eingeht. Seit den 1970er-Jahren sind es zusätzlich auch noch reinsortige Cabernet-Sauvignon-Weine aus der Neuen Welt, die zum hohen Renommee der Edelrebe beitragen. Heute ist Cabernet Sauvignon in Kalifornien, Chile und Südafrika die meistangebaute Rotweinsorte, und auch in vielen europäischen Staaten weiß man das große Potenzial der Traube sehr zu schätzen.

Geschichte und Herkunft

Wann und wo die Cabernet-Sauvignon-Traube genau entstanden ist, ist bis heute nicht bekannt, aber zumindest weiß man inzwischen, von welchen Rebsorten sie höchstwahrscheinlich abstammt: Eine DNA-Analyse ergab, dass Cabernet Sauvignon sowohl mit der roten Cabernet-Franc- als auch mit der weißen Sauvignon-Blanc-Traube eng verwandt ist – ja, dass es sich bei diesen beiden Sorten vermutlich um die Elternreben von Cabernet Sauvignon handelt. Die Forscher vermuten, dass es wahrscheinlich im 17. Jahrhundert zu einer spontanen Kreuzung von Cabernet Franc und Sauvignon Blanc kam, deren Ergebnis später als Cabernet-Sauvignon-Traube bekannt wurde. Die eigentliche Erfolgsgeschichte der Rebsorte begann dann im Laufe des 19. Jahrhunderts, nachdem sie ihr hohes Potenzial bereits durch die berühmten Bordeaux-Weine unter Beweis gestellt hatte. Man wurde nun auch in anderen Ländern auf die ausdrucksstarke Sorte aufmerksam und ging daran, junge Cabernet-Sauvignon-Stecklinge zu importieren. Auf diese Weise gelangte die Traube zum Beispiel nach Österreich, Norditalien und auf den Balkan. Auch in die neuen überseeischen Weinländer wurde sie damals gebracht. Der wirklich umfassende internationale Siegeszug der Cabernet-Sauvignon-Rebe setzte allerdings erst in den 1970er-Jahren ein. Damals gelang es Produzenten von außerhalb Frankreichs erstmals, aus dieser Rebsorte Weine zu erzeugen, die genauso gut oder sogar besser als ihre Vorbilder aus dem Bordeaux-Gebiet waren. Diese großen Erfolge führten rund um den Globus zu einer starken Ausweitung des Cabernet-Sauvignon-Anbaus. Selbst in Ländern, in denen man sich bisher mit der Sorte kaum beschäftigt hatte, begannen die Winzer nun mit ihrer Kultivierung, mussten zum Teil aber bald erkennen, dass die Rebe längst nicht überall wächst, sondern durchaus hohe Ansprüche an Klima und Boden stellt. Daher ebbte der Cabernet-Sauvignon-Boom mit der Zeit allmählich wieder etwas ab. Heute wird die edle Traube weltweit vor allem an solchen Standorten kultiviert, die für die Sorte wirklich geeignet sind – neben einer sorgfältigen Verarbeitung des Leseguts die wohl wichtigste Voraussetzung für gute und charaktervolle Weine.

Cabernet Sauvignon unten

Cabernet-Sauvignon-Weine

Cabernet Sauvignon ergibt sehr hochwertige Rotweine, deren Geschmack je nach Herkunft, Ausbauart und Alter nicht unerheblich variiert. Die Bandbreite reicht von eleganten, tanninbetonten Produkten bis hin zu geschmeidig-weichen Tropfen mit üppiger Fruchtaromatik. Die Farbe von Cabernet-Sauvignon-Weinen kann von Rubinrot bis hin zu einem tiefen Schwarzrot reichen. Das Bouquet ist in der Regel recht stark ausgeprägt und erinnert vor allem an schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, Tabak und Zedernholz. Sehr junge Cabernets oder Weine, deren Trauben nicht ganz ausreifen konnten, zeigen häufig so genannte vegetabile Noten, die an Gras oder grüne Paprika denken lassen. Bei etwas älteren Cabernet-Sauvignon-Weinen, deren Traubengut zur Vollreife gelangt ist, stehen zunächst satte Fruchtaromen im Vordergrund, die mit zunehmender Reife des Weins allerdings etwas zurücktreten und eher herben Noten wie Leder, Zigarrentabak oder Zeder Platz machen. Auch Kräuter- und Gewürzaromen, die an Minze, Pfeffer oder Eukalyptus erinnern, sind bei gereiften Cabernets häufig schmeckbar. Wurde der Wein im Barriquefass ausgebaut, bilden sich dadurch zusätzlich noch feine Noten von Vanille, Kaffee oder Bitterschokolade. Ein besonderes Charakteristikum von Cabernet Sauvignon ist sein hoher Tanningehalt. Vor allem bei jungen Weinen wirken die Tannine häufig noch sehr hart und fest, ja manchmal fast schon abweisend. Mit zunehmender Reife des Weins werden sie jedoch weicher und runder und hinterlassen nun einen zwar stabilen, aber zugleich auch geschmeidigen Eindruck im Mund. Der hohe Gerbstoffgehalt ist übrigens der Hauptgrund für die außerordentliche Alterungsfähigkeit der meisten Cabernet-Sauvignon-Weine.

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Anbaugebiete

Cabernet Sauvignon ist eine der am weitesten verbreiteten Qualitätsrebsorten der Welt; allerdings ist ihre Bedeutung in den einzelnen Weinländern höchst unterschiedlich. In Europa spielt die Traube vor allem in ihrer Heimat Frankreich eine wichtige Rolle; hier ist sie immerhin die vierthäufigste rote Rebsorte und wird im Bordeaux-Gebiet bereits seit über zwei Jahrhunderten zu weltberühmten Cuvées verarbeitet. Auch in Bulgarien steht die Cabernet-Sauvignon-Rebe in der Statistik der meistangebauten Varietäten ganz weit oben. In den anderen europäischen Weinländern wird sie zwar ebenfalls geschätzt, ist jedoch nur mit relativ kleinen Flächenanteilen vertreten – entweder weil das Klima für die Sorte weniger geeignet ist, oder weil es hier jeweils sehr beliebte einheimische Traubensorten gibt, die von den Winzern noch immer bevorzugt werden. Ganz anders sieht es indessen in Übersee aus: Hier gilt Cabernet Sauvignon als „Königin der roten Rebsorten“ und ist häufig sogar die meistangebaute dunkle Varietät – zum Beispiel in Kalifornien, Chile oder Südafrika.