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Kirsche
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Kräuter
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Waldbeeren
Charakter
Der dunkle, blauviolette Rotwein aus fünf verschiedenen Rebsorten wurde nicht gefiltert, damit er seine Finesse und Vielschichtigkeit der Aromen behält. In der Nase präsentieren sich dunkle Waldbeeren, Schwarzkirsche und Kräuternoten. Deknatiert man die Cuvée einige Stunden, dankt es der Wein mit einem betörenden, lieblichen Bouquet voller orientalischer Noten: Orangenschalen, Nelken und etwas Kardamom. Am Gaumen überrascht uns die feine Eleganz samt weichen, fülligen Körper. Keine grüne Gerbstoffe, keine bleierne Schwere des Alkohols, sondern vornehme Ästethik und Harmonie erwartet Sie im Mund. Unglaublich lang im Abgang. Wer auf die Etikette eines Châteauneuf du Pape verzichten kann, sollte diesen Lirac probieren.
Schmeckt zu
Weine der südlichen Rhône weisen ein feines Gespür für Knoblauch, Pfeffer und Rosmarin - die typischen Gewürze der Region - auf. Versuchen Sie es deshalb mit einem Sirloin-Steak, einem Steak aus der Rinderhüfte, das eingelegt in diese Gewürze und im Ofen langsam gegart ein Genuss zu dem Wein sein wird.
Prämierungen
2 von 3 Sternen im Guide Hachette,
15 von 20 Punkten "bemerkenswerter Wein" im Weinführer "Les meilleurs vins de France"
Weintechnik
Rebsorte(n): Carignan, Cinsault, Grenache/Garnacha, Mourvèdre, Shiraz/Syrah,
Alkoholgehalt:
14.5% vol.
Gesamtsäure:
3.3 g/l
Restzucker:
1 g/l
Empfohlene Lagerfähigkeit:
2014
Verschluss:
Naturkork
Trinktemperatur:
16 °C
Region (FR) Rhone
Zwischen Vienne und Avignon ist das Anbaugebiet Rhône mit etwa 59.000 Hektar bestockt. Es besteht aus zwei sehr heterogenen Bereichen: In der nördlichen Rhône reifen in kontinentalem Klima auf Granitböden aus der Rebsorte Syrah große Namen wie Hermitage und Côte Rôtie heran. Im Süden ist das Klima deutlich mediterraner, aus den Hauptrebsorten Mouvèdre, Carignan und Syrah werden häufig Cuvées angeboten, die Namen wie Châteauneuf-du-Pape tragen. Vorherrschende Böden sind Kalkstein, Sand und Lehm. Das Gebiet gilt als älteste Weinregion Europas, weil die Griechen die Rebe vor ca. 2400 Jahren von Kleinasien an die Rhône „exportiert“ haben sollen.
Weingut & Winzer
Die Domaine du Joncier wurde 1964 von Pierre Roussell gegründet, der die Verantwortung 1989 an seine charmante Tochter Marine Roussell übertragen hat. Alle Reben stehen in der Appellation Lirac an der südlichen Rhône
Schon seit einigen Jahren werden die 32 Hektar Weinberge ökologisch bewirtschaftet, ab der Ernte 2011 werden die Weine sogar das Siegel "biodynamisch" tragen. Ausschließlich Grenache, Syrah und Mourvèdre werden angebaut, die Erträge sind sehr gering und übersteigen kaum 30 Hektoliter pro Hektar. So wird die optimale Reife der Beeren gewährleistet, die man auch in den konzentrierten Weinen schmeckt.
Terroir
Über 30-jährige Reben werden ausschließlich biologisch auf einem einzigartigen Terroir aus groben Kieselsteinböden bewirtschaftet.
Rebsorte Carignan
Obwohl der Name nicht allzu bekannt ist, handelt es sich beim Carignan um die zweitwichtigste Rotweinrebe der Welt, mit mehr als 70.000 Hektar allein in Südfrankreich. Ursprünglich stammt sie aus Aragonien in Nordspanien, wird heute aber hauptsächlich in Südfrankreich, im Midi, im Langedoc und in der Provence angebaut. In Italien heißt die Rebsorte Carignano, in Spanien Cariñena oder Mazuelo. Die Rebsorte wird häufig als Cuvéepartner mit Tempranillo in Rioja-Weinen angewandt. Sie wird selten sortenrein ausgebaut, und dann nur aus sehr alten Rebstöcken, die dann charaktervolle Weine hervorbringen können.
Rebsorte Cinsault
Die Rebsorte ist im Languedoc-Roussillon beheimatet und wird dort als Verschnitt mit Mourvèdre, Syrah, Grenache und Carignan eingesetzt. In die Cuvées bringt sie Samtigkeit und feine Aromatik mit ein. Kleinere Bestände sind auch an der Rhône zu finden, was ihr das Synonym „Hermitage“ einbrachte. Unter diesem Synonym stand sie Pate für die südafrikanische Rebsorte Pinotage, für die sie mit dem Pinot Noir gekreuzt wurde. Die Rebsorte findet außerdem in Nordafrika, Italien und Kalifornien Verbreitung, allerdings sind die Rebflächen sehr gering.
Rebsorte Garnacha
Die am vierthäufigsten angebaute Rebsorte der Welt wird in Frankreich Grenache, in Spanien Garnacha und in Italien Alicante genannt. Auf mindestens 240.000 Hektar liefert die Rebsorte unter heißen Bedingungen ausgesprochen konzentrierte und lagerfähige Rotweine, ist aber in kühlem Klima tanninarm und fruchtig und kann zu Roséweinen verarbeitet werden. Ein bekanntes Beispiel sind die Weine aus Châteauneuf-du-Pape, für die Grenache als Hauptrebsorte dient. Auch für Vins doux naturels wie Banyuls oder Rivesaltes spielt sie eine wichtige Rolle.
Rebsorte Grenache/Garnacha
Die am vierthäufigsten angebaute Rebsorte der Welt wird in Frankreich Grenache, in Spanien Garnacha und in Italien Alicante genannt. Auf mindestens 240.000 Hektar liefert die Rebsorte unter heißen Bedingungen ausgesprochen konzentrierte und lagerfähige Rotweine, ist aber in kühlem Klima tanninarm und fruchtig und kann zu Roséweinen verarbeitet werden. Ein bekanntes Beispiel sind die Weine aus Châteauneuf-du-Pape, für die Grenache als Hauptrebsorte dient. Auch für Vins doux naturels wie Banyuls oder Rivesaltes spielt sie eine wichtige Rolle.
Rebsorte Mourvedre
Die Anbaufläche wird auf etwa 70.000 Hektar geschätzt, wovon fast alles in Spanien liegt. Unter dem Namen Monastrell bringt die Sorte in Spanien lagerfähige Gran Reservas aus Jumilla oder Yecla hervor. In Frankreich ist der Mourvèdre ein beliebter Partner für Weine der südlichen Rhône, zum Beispiel dem großen Châteauneuf-du-Pape. Die Rebsorte hat noch viele andere Synonyme, was oft zu Verwechslungen führt. Ihr Aromenspektrum umfasst Pfeffer, Trüffel und Waldbeeren.
Rebsorte Shiraz/Syrah
Syrah, die in Überseeländern Shiraz genannt wird, stammt wahrscheinlich aus dem Rhônetal und ist dort die Hauptrebsorte für große Weine wie Côte Rôtie, Hermitage, Crozes-Hermitage und St. Joseph. Auch im Languedoc ist sie häufig zu finden und wird mit anderen roten Rebsorten verschnitten. Seit einigen Jahren ist auch Australien bekannt für kräftige, alkoholreiche Weine. Bekanntester Vertreter ist der „Grange“. Australien hat inzwischen mit 43.000 Hektar Shiraz fast ebenso viel Fläche wie Frankreich.